Die Sonnenburg erweitert
Konferenzraum und Mitarbeiterwohnungen am Steilhang
Die Gästeerwartungen steigen laufend, auch der Mitbewerb schläft nicht. Daher investiert die Sonnenburg laufend in die Qualität des Hauses. Dieses Engagement beginnt bei den Mitarbeiterwohnungen und reicht bis zum Bau eines modernen Konferenzraums. Auf einer 400 Quadratmeter großen Fläche, direkt unterhalb des Landhauses der Sonnenburg, errichtete die Familie Hoch ein neues Gebäude: Es entstanden der größte und modernste Konferenzraum der Region sowie neue, ansprechende Mitarbeiterwohnungen. Die ersten Arbeiten für das ehrgeizige und auch schwierige Bauprojekt begannen im September. Bis zum Wintereinbruch wurde auf Hochtouren gearbeitet – bis zur letzten Minute.
Viel Schnee – kurze Bausaison
Was viele nicht wissen: Die Zeit, in der in Oberlech gebaut werden kann, ist durch die langen Schneephasen, aber auch durch behördliche Vorschriften begrenzt. Mit dem Aushub der Baugrube begann daher ein Wettlauf mit der Zeit: Bis Sommer 2009 mussten jegliche Arbeiten fertiggestellt sein. Vergangenes Jahr brach der Winter jedoch schon früh und in Form eines kräftigen Schneesturms herein. Der schnelle Wetterwechsel führte sogar dazu, dass das Bauunternehmen den 50 Tonnen schweren Baukran samt Kranfuß nicht mehr rechtzeitig demontieren konnte. Die Arbeiter deckten den eingeschneiten Kranfuß kurzerhand ab. Denn die Vorschrift lautet: Alle Baugeräte müssen bis zum Saisonbeginn abgebaut sein. „In einer Stadt wie zum Beispiel Dornbirn würde die Errichtung eines vergleichbaren Gebäudes mindestens 18 Monate dauern. Diese Zeit steht am Arlberg nicht zur Verfügung; der Sonneburg-Zubau musste in sieben Monaten fertig sein“, umreißt der verantwortliche Architekt, DI Peter Staic, die besonderen Bauumstände.
Bauen am Steilhang: eine Herausforderung
Der Aushub erfolgte direkt senkrecht unter den Fundamenten des bestehenden Sonnenburg-Hauses. Für den Neubau kam erschwerend hinzu, dass der stark abschüssige Hang für den Bau besonders gesichert werden musste. Der verantwortliche Geologe, Martin Widerin, begleitete das Bauprojekt und war für die aufwändige Hangverbauung zuständig: „Die Hangsicherung sorgt dafür, dass beim Aushub die Schichten nicht übereinander abrutschen. Das war in dieser steilen Baulage natürlich eine besondere Herausforderung. Die Baugrube hatte schließlich eine Tiefe von knapp 17 Metern. Ich würde also mit meiner Körpergröße von 1,69 m übereinandergestellt fast 9-mal in die Baugrube passen.“
Die Hangsicherung erfolgte mit insgesamt 18 Vorspannankern, von denen jeder für eine Kraft von 900 Kilonewton ausgelegt ist. Zum Vergleich: Eine Taurus-Lokomotive der Österreichischen Bundesbahnen wiegt 87 Tonnen – die Konstruktion könnte daher das Gewicht von rund 19 Taurus-Lokomotiven tragen. Um die Erd- und Gesteinsmassen zu sichern, setzte der Bautrupp die 22 Meter langen Anker in Dreierreihe. Die Flächen wurden mit einer 15 Zentimeter starken Schicht Spritzbeton versiegelt und dann zweilagig mit Baustahlmatten bewehrt.
Erfolgsrezept: Vertrauen in die Fachleute
Klaus und Gregor Hoch haben bereits viel Bauerfahrung: „Die Hochs sind Bauherren, die darauf vertrauen, was die Fachleute empfehlen. Das hat einen sehr positiven Einfluss auf das Ergebnis eines Bauvorhabens. Auffallend war, dass am Bau ausschließlich hochprofessionelle Leute anzutreffen waren. Wir hatten wirklich ein tolles Team“, zeigt sich Martin Widerin mit dem Bauablauf zufrieden.
„Wir haben mit Peter Staic einen erfahrenen Experten mit der Planung betraut. Er entstammt sozusagen unserer ,Hausarchitekten-Familie’. Schon seine Mutter hat früher bei den ersten Umbauten der Sonnenburg mitgewirkt. Er arbeitet sehr zielorientiert und findet immer eine fortschrittliche Lösung für ein Bauvorhaben. Dass der Erweiterungsbau der Sonnenburg in dieser kurzen Zeit so erfolgreich abgeschlossen werden konnte, ist mit Sicherheit der professionellen Einschätzung, der guten Ausführung und Zusammenarbeit der beteiligten Firmen zu verdanken“, beschreibt Klaus Hoch die Erfolgsfaktoren.
Die Familie Hoch investiert in neue Mitarbeiterwohnungen und neue Konferenzräume. Im Herbst 2008 begannen die Bauarbeiten für ein spannendes Zubauprojekt der Sonnenburg.


