Die Geschichte der Sonnenburg

Von der Schutzhütte zum Vier-Stern-Superior-Hotel

Ein Lawinenunglück 1922, bei dem ein australischer und englischer Industrieller unter eine Lawine kamen, setzte Oberlech ins Rampenlicht der Weltöffentlichkeit. Die Bekanntheit des Ortes wuchs, der Tourismus nahm kontinuierlich zu. Otto Hoch, der Großvater des heutigen Chefs der Sonnenburg, Gregor Hoch, war von Anfang an maßgeblich am Aufbau der Ortschaft beteiligt.

Die Anfänge des Tourismus in Oberlech

„Als 1933 meine Eltern von Südtirol kamen, waren sie auf der Suche nach einem geeigneten Hotel. Damals war noch die Tausend-Mark-Sperre gegen Österreich in Kraft, wodurch deutsche Staatsbürger vor einer Reise nach Österreich 1.000 Reichsmark zahlen mussten. Das wären heute in etwa 10.000 Euro“, beschreibt Klaus Hoch die anfängliche Situation. Das Ziel dieser Maßnahme war die Schwächung der österreichischen Wirtschaft, die schon damals stark vom Tourismus abhängig war. Viele Tourismusbetriebe kämpften mit großen wirtschaftlichen Problemen. Erst 1936 wurde die Sperre dann aufgehoben.

Der Startschuss fiel in Lech

„Meine Eltern entschieden sich schließlich für die Sonnenburg, da Lech damals am billigsten war. Ein Gendarmeriebeamter aus Lech, der in wärmere Gefilde ziehen wollte, gab uns den Kredit. In der Zeitung war das Haus als ,mondäne Schutzhütte’ angeboten. Die Sonnenburg startete mit 35 Betten, 1951 waren es bereits 72. Es war schon etwas Besonderes, dass wir zehn Bäder hatten. Das war reiner Luxus“, erzählt Klaus Hoch amüsiert. Während des Krieges und danach war das Hotel ein Erholungsheim, unter anderem für die französische Marine. Gegen Kriegsende war dort auch ein Geheimsender stationiert, der Kontakt mit Griechenland unterhielt.

Otto Hoch war der Initiator der Bergbahn Oberlech. Bevor diese erbaut wurde, war die Ortschaft nur per Schlitten erreichbar. „Die ,Oberlecher Gesellschaft’ wollte eigentlich in Richtung Zürs entwicklen. Mein Vater hat jedoch die Chance des Tourismus erkannt. Wir haben auch eigene Ski-Anlagen gebaut, um uns weiterzuentwicken.

Als mein Vater mit 46 Jahren starb, war ich 20. Die Albona in Zürs habe ich gekauft, um meinen Kindern eine Basis für die Zukunft zu geben“, erklärt Klaus Hoch, der noch heute Geschäftsführer der Skiliftgesellschaft ist und im eigenen Betrieb mitwirkt.

Als die Familie Hoch in Vorarlberg ihren ersten Hotelbetrieb startete, gab es in Oberlech noch kaum Tourismus – der Ort war nur zu Fuß erreichbar. Die Sonnenburg entwickelte sich in den vergangenen 70 Jahren von der Schutzhütte zum traditionsreichen Vier-Stern-Superior-Hotel.

Content Management Software (c)opyright 2000-2006 by HELLMEDIA GmbH

Schnellanfrage

Wetter

Schnappschüsse

Für eine Großansicht klicken Sie auf das BildFür eine Großansicht klicken Sie auf das BildFür eine Großansicht klicken Sie auf das Bild
Für eine Großansicht klicken Sie auf das BildFür eine Großansicht klicken Sie auf das BildFür eine Großansicht klicken Sie auf das Bild