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Die Tapete, die Sie in den neuen Zimmern der Sonnenburg finden, wurde eigens für die Sonnenburg designt. Sie stellt nicht nur die Blütenwelt Oberlechs dar, sondern hat auch eine ganz besondere Bedeutung für die Gastgeberfamilie Hoch. Denn die Tapete zeigt drei Blumen, die für drei Generationen von Frauen der Familie Hoch stehen: Das Gänseblümchen, Daisy, ist der Seniorchefin und Künstlerin Frau Daisy Hoch gewidmet. Die Alpenrose steht für Rosa, die Tochter von Waltraud und Gregor Hoch. Und eine Blume, die unsere Tapeten ziert, gibt es in keinem Buch zu finden: Fee’s Fantasieblume, die von Daisy und Klaus Hochs Tochter Felicitas entworfen wurde, beruht sicher auf einer zauberhaften Geschichte, die nur sie kennt. 🙂

Im Folgenden haben wir für Sie alle Informationen zu den Pflanzen auf unseren Tapeten gesammelt:

Details

  • die Tapeten wurden in Vorarlberg designt
  • sie finden sich in allen renovierten Zimmern des Stammhauses wieder

Gänseblümchen

Das Gänseblümchen war in der nordischen Mythologie der Göttin Freyja geweiht. In christlicher Zeit wurde die liebliche Blume der Muttergottes zugeordnet. Die Legende erzählt, die Blumen seien da aufgegangen, wo die Tränen Mariens auf der Flucht nach Ägypten auf die Erde gefallen sind. Die rötlich Färbung der Strahlenblüten-Unterseite wird in einer anderen Legende erklärt: Die Gottesmutter hatte einmal zu Jesu Geburtstag im Winter künstliche Blumen gebastelt, und eine Blume mit weißen Strahlen und goldener Scheibe war besonders schön geraten. Maria hatte sich bei der Arbeit jedoch in den Finger gestochen und von ihrem  Blut liefen die weißen Blüten rot an. Dem Christkind gefiel die Blume so gut, dass es ihr Leben gab, und seither blüht sie zur Freude der Kinder auch zur Winterzeit. Der französische König Ludwig IX. (1214-1270), der später heilig gesprochen wurde, nahm das Gänseblümchen (oder die Margerite) zusammen mit der Lilie in sein Wappen auf.

Der Name „Gänseblümchen“, der seit dem 16. Jahrhundert bezeugt ist, rührt wohl von der weißen Farbe her, die mit den weißen Gänsen in Verbindung gebracht wird. Der Name „Maßliebchen“ wird unterschiedlich gedeutet: entstanden aus dem mittelniederländischen „matelieve“, das auf die Essbarkeit deuten soll oder aus dem keltischen „mas“ (Feld) oder mit „messen“ (siehe unten) zusammenhängend. Merkwürdig sind Verordnung des 18. Jahrhunderts, in denen den Bauern vorgeschrieben wurde, das Gänseblümchen als „böse“ Pflanze auszurotten. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Pflanze auch als Abtreibungsmittel galt. Die Ausrottung ist jedenfalls glücklicherweise nicht gelungen. In der christlichen Malerei kommt das Gänseblümchen als Marienblume häufig vor, etwa auf dem Bild „Anbetung des Kindes“ von Johannes Koerbecke, auf dem Genter Altar der Brüder von Eyck oder Albrecht Altdorfers „Susanna im Bade“. Es symbolisiert Unvergänglichkeit und ewiges Leben, aber auch Tränen.

Feiner Nussgeschmack für Salat, Quark oder Suppen: Das Gänseblümchen streckt seine leuchtenden Blüten bereits im zeitigen Frühjahr aus dem Gras. Tausendschön wurde es früher genannt. Der botanische Name Bellis bedeutet die Schöne. Kein Wunder, denn die Blume entstand der Legende nach aus den Tränen Marias, die diese während der Flucht nach Ägypten vergoss. Die rötliche Färbung auf der Unterseite der Strahlenblüten soll gar von ihrem Blut herrühren. Das Marienblümchen ist nicht nur schön, es eignet sich auch hervorragend für die gesunde Wildkräuterküche. Im Frühjahr geerntete junge Blätter sind sehr mild – roh wunderbar für Salat und Kräuterquark: Sie besitzen einen feldsalatähnlichen, nussigen Geschmack. Gedünstet nehmen Sie sie für Suppen und als Gemüse. Da die Blätter nah am Boden wachsen, sollten Sie darauf achten, dass ausschließlich saubere Blätter ins Sammelkörbchen kommen. Die Blüten nutzen Sie darüber hinaus auch als angenehm weich schmeckenden Tee. In Essig eingelegte Blütenknospen dienen als falsche Kapern. An Johanni (24. Juni) sollte man Gänseblümchen allerdings nicht verzehren, sondern stattdessen besser für Zauberzwecke ernten: Zwischen 12 und 13 Uhr gepflückte und getrocknete Blüten gelten im Volksglauben als Glücksbringer. Trägt man sie bei sich, gelingen alle Geschäftsabschlüsse ganz nach Wunsch.

Reinigende Frühjahrskur: Der Volksglaube besagt: Wer im Frühling die ersten drei Gänseblümchen schluckt, ist das ganze Jahr von Fieber und Zahnschmerzen geschützt. In manchen Gegenden heißt es gar, man müsse dann den ganzen Sommer keinen Durst leiden. Sicher ist: Das Gänseblümchen bringt den Stoffwechsel in Schwung, weshalb Sie es gut für eine Blut reinigende Frühjahrskur einsetzen können. Die Wirkstoffe machen es zu einer guten Teepflanze bei Husten und Hauterkrankungen. Im Mittelalter galt es auch als Wundkraut.

Blütenschmaus mit nussiger Note: Streuen Sie die schönen Blüten und knospen als wunderschöne, mild-würzige Dekoration über Salate. Aufs Butterbrot gelegt sind sie eine leckere Garnitur, beliebt auch bei Kindergeburtstagen. Bevorzugen Sie dabei junge, halbgeöffnete Blüten: Denn vollentwickelte schmecken etwas bitter.

Quelle: Unsere essbaren Wildpflanzen-Kosmos Naturführer/ Die geheimnisvolle Welt der Zauberpflanzen und Hexenkräuter blv

Volksnamen: Marienblume, Maßliebchen, Osterblume, Tausendschön und Zeitlose

Familie: Korbblütler (Asteraceae)

Merkmale: Das Gänseblümchen ist mehrjährig. Der runde Blütenstängel ist blattlos und behaart. Die Blätter liegen als grundständige Rosette flach am Boden. Sie sind spatelförmig, behaart und am Rand gekerbt. Die Blütenköpfchen bestehen außen aus weißen Zungenblüten, die unterseits oft zartrötlich sind. Innen sitzen gelbe Röhrenblüten. Der Blütenboden ist hohl.

Lebensdauer: Ausdauernd (Wurzelstock)

Vorkommen: Wiesen, Weiden, Rasenflächen und Wegränder

Verwechslung: Aufgrund der Bekanntheit keine

Verbreitung: Europa

Gänseblümchen

Gewöhnliches Hirtentäschel

Köstliche-knackige Schötchen, Wurzel mit Ingwer-Aroma: Die Form der Früchte erinnert an die Umhängetaschen von Hirten – davon leitet sich der Name ab. Die waagerecht abstehenden Frucht-Täschchen nutzten unsere Vorfahren früher für Liebesorakel. Sie pflückten sie ab mit dem bekannten Abzählspruch: „Er liebt mich von Herzen, mit Schmerzen, ein wenig, fast gar nicht…“ Das häufig vorkommende Ackerbeikraut ist in vielen Ländern ein geschätztes Wildgemüse. Die jungen Blattrosetten eignen sich vor der Blüte für Salat, Gemüse und Kräuterquark. Sie sind würzig-scharf und schmecken nach Kresse und Meerrettich. Nach der Blüte werden sie etwas bitter. Blüten und grüne Samentaschen sind leicht scharf und dienen als äußerst leckere essbare Dekoration. Sie können Sie beispielsweise auf butter- oder Käsebrote streuen. Aus den kleinen Samen lässt sich – allerdings mit großem Aufwand – Senf herstellen. In Kriegszeiten presste man daraus Öl. Auch die dünne Pfahlwurzel können Sie benutzen. Graben Sie sie im Frühjahr von der Blüte. Solange sie noch zart ist, schmeckt sie etwas nach Ingwer.

Die Macht, Blut zu stillen: Hildegard von Bingen empfahl, das Kraut in Wein zu kochen und damit bei Halsschmerzen zu gurgeln. Das sollte sogar locker sitzende Zähne festigen. Eine schon seit Jahrhunderten bekannte Heilwirkung ist die Blutstillende Kraft des Krautes. Die Alten waren überzeugt, dass es genüge, die Pflanze in der Hand zu halten, um Nasenbluten zu stillen. Noch heute nutzen Heilkundige das Hirtentäschel als Tee oder Tinktur bei blutenden Wunden, Nasenbluten, Zahnfleischbluten und zu starker Regelblutung. Am wirksamsten ist eine Tinktur aus frischem Pflanzenmaterial: Schneiden Sie die blühende Pflanze ganz klein und überdecken Sie alles mit Schnaps. Ab und zu umrühren und nach zehn Tagen absieben.

Scharf-würziger Salat mit pikanten Kürbiskernen: Mischen Sie junge Blattrosetten zu gleichen Teilen mit Feldsalat. Geben Sie klein geschnittene, hartgekochte Eier und geröstete Kürbiskerne dazu. Darüber gießen Sie eine Marinade aus Oliven-Öl, Weinessig, Naturjoghurt, Dijonsenf, Salz und Pfeffer. Dekorieren Sie mit Gänseblümchen oder ausgezupften Löwenzahn-Blüten.

Quelle: Welche Wildkräuter und Beeren sind das?-Kosmos Naturführer/ Unsere essbaren Wildpflanzen-Kosmos Naturführer

Merkmale: Die 1- bis 2- jährige Pflanze bildet bodennahe Rosetten. Die Rosettenblätter sind länglich und löwenzahnähnlich gelappt. Die Stängelblätter sind ungeteilt, pfeilförmig und stängelumfassend. Die kleinen, weißen Blüten sitzen in lockerem Blütenstand am Stängelende. Sie besitzen 4 Blütenblätter. Die auffallenden Früchte stehen an dünnen langen Stielchen: Sie sind platt, dreieckig bis herzförmig.

Vorkommen: Äcker, Gärten, Weinberge, Ödland, Wege

Verwechslung: Andere Kreuzblütengewächse mit täschelartigen Schötchenfrüchten wie zum Beispiel das Acker-Hellerkraut (Thlaspiarvense), die alle genauso genießbar sind

Gewöhnliches Hirtentäschel
Gewöhnliches Hirtentäschel

Kamille

Ernte und Verwendung: Kamillenblüten sind in der Küche vielseitig einsetzbar. Sie aromatisieren Wein, Kräuterbowlen und Limonade und eignen sich als Zutat für Salate und Süßspeisen. Verarbeitet zu Sirup nimmt man sie zum Süßen von Tee. Besonders aromatisch sind die gelben Röhrenblüten im Inneren der Blüte.

Quelle: Welche Wildkräuter und Beeren sind das?-Kosmos Naturführer

Familie: Korbblütler (Asteraceae)

Merkmale: Aromatisch duftende Pflanze; 15-50 cm hoch; Stängel aufrecht, verzweigt, kahl; Blätter wechselständig, tief in viele schmale Abschnitte geteilt; Blütenköpfe aus weißen Zungen- und gelben Röhrenblüten; Blütezeit Mai bis September

Fundort: Feld-, Weg- und Straßenränder

Kamille
Kamille

Schlüsselblume

Die in Mitteleuropa häufigen Arten Duftende oder Echte Schlüsselblume (Primula veris) und Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) kommen in den antiken Schriften nicht vor. Als Frühlingsboten nach der kalten Winterszeit scheinen sie sich bei Kelten und Germanen großer Beliebtheit erfreut zu haben. Keltische Druiden sollen die vor dem Neumond nüchtern und unter allerlei Beschwörungsformeln gepflückten Schlüsselblumen zusammen mit Eisenkraut, Heidelbeeren, Moos, Weizen, Klee und Honig zur Bereitung eines berauschenden und heilenden Getränks verwendet haben. Das Frühlingssymbol soll der nordischen Göttin Frigg (oder Frija) geweiht gewesen sein. Später wird dann die Gottesmutter Maria mit der Schlüsselblume in Verbindung gebracht, weil sie, wie es in einem alten Marienlied heißt, durch die Geburt des Erlösers das Himmelstor geöffnet hat. Hildegard von Bingen sagte: „Aber dieses Kraut empfängt hauptsächlich von der Kraft der Sonne seine Kräfte. Daher unterdrückt es die Melancholie im Menschen“. In den Kräuterbüchern des 16. Jahrhunderts wird vor allem auf die Verwendung gegen Gicht, Schmerzen, Schlaganfall und insbesondere dessen Lähmungsfolgen („Schlagkraut“) sowie als Wund- und Schönheitsmittel verwiesen. Um die schlüsselähnliche Gestalt der Blüten sind Sagen und Legenden entstanden. So erzählte man etwa in Oberösterreich, dass sich einst ein junger Mann von Geistern einen goldenen Schlüssel hatte anfertigen lassen, um damit die Himmelpforte aufzuschließen. Er stieg hinauf, hatte jedoch keinen Erfolg, sondern stürzte samt Schlüssel zurück auf die Erde, wo er besinnungslos liegen blieb. Als er erwachte, war der Schlüssel in seiner Hand zur Blume geworden, die in der Erde Wurzeln schlug. Andere Sagen verschiedener Gegenden berichten, dem heiligen Petrus sei aus Versehen der Himmelsschlüssel aus der Hand und zur Erde gefallen, wo sein Abdruck die Schlüsselblumen spießen ließ. Den Schlüssel selbst ließ der Himmelpförtner durch einen Engel wieder holen.

Quelle: Die geheimnisvolle Welt der Zauberpflanzen und Hexenkräuter blv

Volksnamen: Himmelsschlüssel, Petersblume, Primel

Familie: Primelgewächse (Primulaceae)

Merkmale: In einer grundständigen Rosette stehen die eiförmigen, runzeligen und behaarten Blätter. Ebenfalls behaart ist der 10-30 cm hohe Blütenstängel. Die dottergelben Blüten der Duftenden Schlüsselblume haben orangegelbe Flecken im Schlund, einen vertieften Blütensaum und sind wohlriechen. Blütezeit: April-Mai. Die Blüten der Hohen Schlüsselblume sind hellgelb, fast geruchslos und haben einen flachen Blütensaum. Blütezeit: März-Mai

Lebensdauer: Ausdauernd (Wurzelstock)

Vorkommen: Duftende Schlüsselblume: Trockene Wiesen und trockene, licht Wälder. Hohe Schlüsselblume: Laub- und Auwälder, Gebüsche, feuchte Wiesen, Bergwälder; Lehm- und Nährstoffanzeiger

Verbreitung: Europa

Wissenswertes: Der Nektar liegt am Grunde der langen und engen Blütenröhre und kann daher nur von langrüsseligen Hummeln und Faltern erreicht werden. Die Schlüsselblume gilt als besonders geschützt.

Schlüsselblume
Schlüsselblume

Arnika

Weder von den antiken Schriftstellern noch in den Kräuterbüchern der frühen Neuzeit wird Arnika erwähnt. Die „Wolfesgelegena“ der hl. Hildegard ist möglicherweise die Arnika. Im Althochdeutschen erscheint die Pflanze als „wolfeszeisala“ oder „woluesdistel“; sie wird auch heute noch in niederdeutschen Namen, etwa „Wulfsblom“, mit dem Wolf in Verbindung gebracht. Der Name „Wohlverleih“ ist volksetymologisch aus solchen Wolfsnamen hervorgegangen, passte er doch viel besser als ein nicht mehr deutbarer Anklang an den Wolf für eine Pflanze, der man viele wohltuende Eigenschaften zuschrieb. Der Name „Arnika“ ist wohl erst im Mittelalter aus „ptarmica“ entstanden, worunter Dioskurides wohl die Sumpfschafgarbe verstand. Arnika ist eine Marienpflanze; sie soll in vorchristlicher Zeit der Muttergöttin Frija oder Freyja zugeordnet gewesen sein. In verschiedenen Gegenden gehört Arnika in den an Mariä Himmelfahrt zu segnenden Kräuterbuschen. Arnika zählt zu den Pflanzen, von denen es hieß, dass sie eine ganz besondere Wirkung entfalten, wenn man sie am Johannistag (24. Juni) sammelt. In Böhmen, Thüringen und ganz besonders auch in Oberfranken galt Arnika als Johannisblume schlechthin. Marzell weist darauf hin, dass auch in Russland die Arnika im Kult des Johannistages besondere Beachtung fand und nimmt an, dass die Verwendung als Johannisblume in Mitteleuropa auf slawische Bevölkerung zurückgeht. In der Böhmisch sächsischen Schweiz machten früher mancherorts die Kinder An Johanni das sogenannte „Johannisbett“ aus Arnika und anderen Blumen. Auf diese Johannisbetten legten die Kinder Bilder des Heiligen und am nächsten Morgen fanden sie Geld darunter. Ebenfalls am Johannistag zogen die Kinder in den Gegenden Thüringens und Frankens eine Schnur mit einem Arnikakranz über den Weg, und der Wanderer sollte sich mit einem Geldstück freie Bahn erkaufen.

Quelle: Die geheimnisvolle Welt der Zauberpflanzen und Hexenkräuter blv

Volksnamen: Bergwohlverleih, Blutkraut, Fallkraut, Johannisblume und Wohlverleih

Familie: Korbblütler (Asteraceae)

Merkmale: Der 20-60 cm hohe Stängel entspringt einer Rosette eiförmiger Blätter. Die oberen Stängelblätter sind als 1-3 Blattpaare gegenständig angeordnet. Stängel und Blattoberseite sind behaart. An der Stängelspitze steht meist einzeln das goldgelbe, duftende, 4-8 cm breite Blütenköpfchen. Blütezeit: Mai-August. Die gesamte Pflanze duftet aromatisch.

Lebensdauer: Ausdauernd (Wurzelstock)

Vorkommen: Trockene Wiesen, Heiden, Moorwiesen; in den Alpen und den Mittelgebirgen häufig, in der Ebene zerstreut bis selten

Verbreitung: Europa

Wissenswertes: Besonders geschützt

Arnika
Arnika

Enzian

Enzian-Arten wachsen als ein- bis zwei jährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Die kreuzgegenständigen Laubblätter stehen in grundständigen Rosetten oder am Stängel verteilt. Die einfachen Blattspreiten besitzen einen glatten Blattrand. Die Blüten stehen einzeln oder meist zu mehreren in zymösen Blütenständen. Die zwittrigen Blüten sind radiär symmetrisch und meist fünf- , selten vier- oder sechs- bis achtzählig mit doppelter Blütenhülle. Die grünen Kelchblätter sind verwachsen. Die Kronblätter sind, oft langröhrig, glockenförmig oder radförmig verwachsen und können ganz unterschiedliche Blautöne haben oder sind gelb bis weißlich. Die Staubblätter ragen nicht über die Kronblätter hinaus und die Staubfäden sind mehr oder weniger geflügelt. Der Fruchtknoten ist oberständig. Der Griffel ist kurz oder fehlt. Die Kapselfrüchte enthalten viele Samen. Die Samen können geflügelt oder ungeflügelt sein.

Aufgrund seiner zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten wird versucht, den zur Schnapsherstellung benötigten Enzian als Spezialkultur zu kultivieren, wie es teilweise schon erfolgreich geglückt ist.

Quelle: http://www.gartenratgeber.net/pflanzen/enzian.html/ Wikipedia

Volksnamen: Enze, Genstrinswortl, Hermer, Hochwurz und Zinsalwurz.

Familie: Enziangewächse (Gentianaceae).

Merkmale: Die Blätter sind elliptisch lanzettlich. Von den ein bis drei Paaren kreuzgegenständiger Stängelblätter befindet sich das oberste dicht unterhalb des Blütenkelches.

Lebensdauer: Mai-Juni

Vorkommen: Alpen

Verbreitung: Europa

Enzian
Enzian

Wiesenklee

Wegen der Dreizähligkeit seiner Blätter war der Klee schon in vorchristlicher Zeit eine Symbolpflanze. Den Druiden der Kelten soll er heilig gewesen sein und für die Römer versinnbildlichte er den Sommer. Im Christentum wurde er zum Sinnbild der Dreifaltigkeit. Der irische Nationalheilige St. Patrick (385-461 n. Chr.) hat – so erzählt die Legende den Heiden auf der Insel die heilige Dreifaltigkeit an einem Blatt vom Weißklee (Trifolium repens) oder vom Sauerklee (Oxalis) verdeutlicht: 3 Blättchen entwachsen einem gemeinsamen Stiel. Das Kleeblatt wurde zum irischen Nationalsymbol. Auch in Fenstern gotischer Kirchen findet man das dreizählige Kleeblatt. Das Kleekreuz, dessen 4 Enden wie Kleeblätter geformt sind, findet man noch auf Grabsteinen. Im Mittelalter waren Kleeblätter zudem ein Symbol der demütig wartenden Minne – der irdischen Minne und der Gottesminne. Deshalb kommt der Klee in den Minneliedern vor. Der Name „Klee“ (althochdeutsch „chleo“, englisch „clover“) steht mit „klieben“ (althochdeutsch „klioban“=spalten) in Zusammenhang und bezieht sich auf das dreizählige Blatt. Johann Christian Schubart (1734-1787) führte den Anbau von Rotklee in die Landwirtschaft Europas ein. Er wurde als „Edler von Kleefeld“ in den Adelsstand erhoben. Die Kinder saugten früher gern den süßen Nektar aus dem Blütengrund.

Viererklee bringt Glück und schützt: Ganz besondere Beachtung fand stets ein vierzähliges Blatt des Wiesenklees – eine sehr seltene Erscheinung. Auch heute noch ist an Silvester der Viererklee Symbol für Glück und Gesundheit im neuen Jahr. (Bei dem im Gartenhandel um die Zeit des Jahreswechsels angebotenen Klee handelt es sich allerdings um eine vierzählige Zuchtform des Sauerklees, Oxalis, der zur Familie der Sauerkleegewächse gehört und mit Trifolium nicht verwandt ist). Nach den Ergebnissen einer Langzeitstudie des Instituts für Demoskopie Allensbach glaubten im Jahr 2005 42% der über 16 Jahr alten Bürger der Bundesrepublik Deutschland, dass ein vierblättriges Kleeblatt Gutes bedeutet, während dies 1990 erst 38% und 1973 26% angaben. Ein Reisender, so hieß es früher, dem vor Beginn der Reise und ohne sein Wissen vierblättriges Klee in die Kleider genäht worden ist, wird sein Vorhaben erfolgreich durchführen und glücklich heimkehren. Ein gewisser Herrmann llmers hatte als Teilnehmer der Schlacht von Königgrätz (1866, Preußen siegte über die österreichisch-sächsischen Truppen) ein Erlebnis, das ihn zu einem – etwas holprigen – Gedicht inspirierte: Im Kugelhagel sah er vor sich ein Vierblatt. Er wollte das Glückssymbol für seine Lieben daheim pflücken, und als er sich hinunterbückte, pfiff eine Kugel über seinen Kopf hinweg und tötete den hinter ihm stehenden Kameraden. Zu Glück im Spiel kann der vierblättrige Klee verhelfen, wenn ihn der Ministrant dem Pfarrer ohne dessen Wissen ins Messbuch legt. Dies hat zunächst zur Folge, dass der Pfarrer während der Messe desorientiert ist und am Ärmel gezupft werden muss, damit er wieder zu sich kommt. Nimmt man dann nach der Messe das Vierblatt wieder zu sich, kann einem niemand im Spiel etwas abgewinnen. Im Passeiertal in Südtirol soll manchem Wanderer, der sich dort an Bergquellen zum Schlafen niedergelegt hatte, folgendes geschehen sein: Weiße Tauben mit einem vierblättrigen Kleeblatt im Schnabel flogen herzu und ließen es dem Schläfer aufs Herz fallen. Erwachte dieser ehe das Vierblatt verwelkt war, so konnte er sich unsichtbar machen, indem er es in den Mund nahm. Auch konnte er die sonst verborgenen Höhlen der saligen Fräulein, der Besitzerinnen der Tauben, finden. Auch vor Zauber und Teufelsspuk kann ein Viererklee schützen. Klee mit mehr als 4 Teilblättchen galt dagegen vielfach als unheilbringend, mancherorts allerdings ließ der fünfblättrige Klee auf eine glückliche Ehe hoffen.

Quelle: Die geheimnisvolle Welt der Zauberpflanzen und Hexenkräuter blv/ Unsere essbaren Wildpflanzen-Kosmos Naturführer

Volksnamen: Rotklee

Familie: Schmetterlingsblütengewächse (Trifolium pratense)

Merkmale: Die Staude hat einen kantigen behaarten Stängel. Die Blätter bestehen aus 3 eiförmigen ganzrandigen Teilblättchen. Sie sind unterseits behaart, oberseits haben sie häufig eine helle V-förmige Zeichnung. Viele rosa bis purpurrote Blüten vereinigen sich zu kugeligen Köpfchen. Meist sitzen 2 Köpfchen zusammen

Lebensdauer: Mai-September

Vorkommen:  Wiesen, Weiden, Äcker und Wegränder

Wissenswertes: wachsen 15-40 cm hoch

Wiesenklee

Silbermantel

Der Frauenmantel lässt sich sowohl gut per Samen anziehen, als auch per Teilung vermehren. Das Kraut benötigt sonnige bis halbschattige Standorte und eher feuchte und nährstoffreiche Böden. Die Böden sollten zudem durchlässig sein. Bei sehr lehmhaltigen Böden wird empfohlen die Erde mit etwas Quarzsand oder Lavagranulat zu lockern. Beim Aussäen von Frauenmantel ist darauf zu achten, dass die Samen Frostkeimer sind. Im Freiland kann mit der Aussaat bereits zwischen Oktober und Januar begonnen werden. Am besten ist die Samen in einer Schale an einem geschützten Platz aufzubewahren. Die Schale darf nicht austrocknen, so dass sichergestellt werden muss, dass die Samen immer etwas Feuchtigkeit haben. Im Frühjahr können die kleinen Pflänzchen dann an den gewünschten Ort pikiert werden. Pro laufender Meter sollten nicht mehr als fünf Pflanzen eingebracht werden. Beim Umsetzen der kleinen Kräuter sollte ein bereits leicht vorgedüngter Standort gewählt werden. Zur Düngung des Frauenmantels eignen sich Kompost oder pelletierter Rindermist. Nach dem Ernten sollte der Boden ebenfalls noch mal gedüngt werden. Für den Hausgebrauch können zur Blütezeit sowohl die Blätter als auch Blüten geerntet werden. Als Wintervorrat können die Blätter getrocknet werden. Die Pflanze sollte nach der Blüte, meist gegen August, kräftig zurückgeschnitten werden. Wer wilden Frauenmantel in seiner Umgebung hat, kann auch einige wenige Pflanzen direkt entnehmen und in den Garten einpflanzen. Die Pflanzen säen sich ziemlich schnell selbst aus und neigen bei nicht sachgerechter Pflege sogar zum Überwuchern. Die Pflanzen können auch durch Teilung vermehrt werden. Die Teilung sollte allerdings bevorzugt in den Monaten Dezember und Januar vorgenommen werden. Die Sommermonate sollten vermieden werden, da die Pflanze sonst unkontrolliert wachsen kann, insofern die Pflanze Samen trägt oder nicht ordentlich entsorgt wird.

Quelle: http://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Frauenmantel.html / http://www.kraeuterfrau.ch/archiv/frauenmantel.html / Wikipedia

Volksnamen: Liebfrauenmantel, Sinau, Allerfrauenheil, Mutterkraut

Familie: Rosengewächse (Rosaceae)

Merkmale: Charakteristisch ist die Pflanze, die auch als Alchemistenkraut, Marienkraut oder Frauenhilf bezeichnet wird, durch ihre rund gezähnten Blätter.

Lebensdauer: Mai-Ausgust

Verbreitung: Osteuropa, Asien und Westeuropa

Wissenswertes: Gesammelt werden Blätter, Blüten und Wurzeln (letztere nur, wenn die Pflanze in Hülle und Fülle wächst, die Wurzel enthält am meisten Progesteron).
Im Unterland auf wenig gedüngten Wiesen, meist an leicht feuchten Stellen von Mai bis Juni.
Im alpinen Raum von Juni bis August.

Silbermantel
Silbermantel

Alpenrose

Wie viele andere Rhododendron-Arten ist Almrausch durch Andromedotoxin (Acetylandromedol), das zu den Diterpenengehört, stark giftig. Besonders gefährdet sind Wiederkäuer, die mangels winterlicher Futterauswahl Pflanzen zu sich nehmen. Die Alpenrose ist auch für den Menschen giftig, wobei alle Pflanzenteile (Blüten, Nektar, Blätter, Früchte, …) den Giftstoff Acetylandromedol enthalten. Symptome sind vermehrter Speichelfluss, Übelkeit, Brechreiz, Bauchschmerzen und Durchfall. Des Weiteren können bei höherer Dosis auch schwere Herzrhythmusstörungen, Atemstörungen und Krampfanfälle auftreten, die durch Herz- oder Atemstillstand bis zum Tode führen können. Bereits ein Blatt oder eine Blüte kann Vergiftungserscheinungen verursachen. Erste Hilfsmaßnahmen sind eine reichliche Flüssigkeitszufuhr und das Aufsuchen eines Arztes zur Verabreichung von medizinischer Kohle (Aktivkohle) bzw. zur Durchführung einer Giftentfernung.

Die Rostblättrige Alpenrose wächst als stark verzweigter, immer grüner Strauch und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 130 cm. Die kräftigen Äste und Zweige sind reich verzweigt. Die Rinde junger Zweige ist rotbraun beschuppt, bei älteren Zweigen und Ästen ist sie grau berindet. Bei Stämmchen mit einem Durchmesser von 1 bis 2 cm wurde ein Alter von nahezu 100 Jahren festgestellt. Die wechselständig angeordneten Laubblätter treten an den Zweigenden gehäuft auf. Die einfache, ledrige Blattspreite ist bei einer Länge von 1 bis 4 cm sowie einer Breite von bis zu 1 cm meist lanzettlich bis schmal-elliptisch mit zugespitztem bis Stache- spitzigem oberen Ende. Der Blattrand ist mehr oder weniger nach unten gerollt und fein gezähnt; er ist nicht bewimpert. Die Blätteroberseite ist glänzend dunkelgrün und kahl. Bei jungen Laubblättern ist die Blattunterseite gelblich, im Alter ist sie durch Schuppenhaare rostbraun; daher kommen deutsche Artbezeichnungen wie „Rostblättrige Alpenrose“ oder „Rostrote Alpenrose“.

Quelle: http://www.awl.ch/heilpflanzen/rhododendron_ferrugineum/alpenrose.html / Wikipedia

Volksnamen: Rostblättrige Alpenrose

Familie: Heidekrautgewächse (Ericaceae)

Lebensdauer: Mai – Juli

Vorkommen: Die Rostblättrige Alpenrose ist in der gesamten Alpenkette von den Seealpen bis nach Niederösterreich und den Pyrenäen. Auch auf dem Appenin und im südkroatischen Gebirge ist die schöne Pflanze zwischen 1500 und 2800 m Höhe anzutreffen. Bodensaure Nadelwälder, lichte Gebüsche, Zwergstrauchheiden und Krummholzgebüsche werden als Standort bevorzugt. Die Rostblättrige Alpenrose fehlt in den Karpaten. Die Pflanze meidet den Kalk, dort ist Rhododendron hirsutum (bewimperte Alpenrose) zu finden.

Verbreitung: Alpen

Alpenrose
Alpenrose

Zwerg-Soldanelle

Die Alpen-Soldanelle ist ein Hemikryptophyt und eine Rosettenpflanze. Blütenbiologisch handelt es sich um homo-game bis vorweibliche „Glockenblumen mit Streueinrichtung“. Kurze Schlund Schuppen verbergen teilweise den von der Basis des Fruchtknotens abgegebenen Nektar. Beim Blütenbesuch fällt der Pollen mitbedingt durch die umgebogenen Spitzen des Konnektivs der Staubbeutel auf den Rücken der Besucher. Da die Narbe die Blütenkrone und den Streukegel überragt wird sie zuerst von den anfliegenden Insekten berührt. Die Bestäubung erfolgt durch Hummeln und Schmetterlinge und andere InsektenSelbstbestäubung ist möglich. Die Kapselfrüchte öffnen sich bei Trockenheit, sind also xerochas. Der Blütenstandsschaft ist zur Fruchtzeit verlängert; der bleibende Kelch dient als Windfang, es ist also ein Windstreuer. Die nur 0,24 mg schweren und 0,8 mm langen Samen sind Körnchen Flieger.

Sie hat einen aufrechten, blattlosen Blütenstandschaft. Die endständigen Blüten stehen meist einzeln. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die violetten Blütenkronen sind trichterförmig mit einer Länge von 10 bis 15 Millimeter und höchstens bis auf ein Viertel eingeschnitten (die Alpen-Soldanelle bis zur Mitte). Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.

Quelle: Wikipedia

Volksnamen: Kleines Alpenglöckchen (Schweiz) und Zwerg-Troddelblume

Familie: Primelgewächse (Primulaceae)

Lebensdauer: Mai-August

Vorkommen: Allgäuer Alpen und Berchtesgadener Alpen

Verbreitung: Zentralalpen, Ostalpen, Karpaten, Apennin und im Balkan

Wissenswertes: Die Zwerg-Soldanelle ist eine immergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 2 bis 10 Zentimetern erreicht. Die bis zu 10 Millimeter breiten, rundlich-nierenförmigen Laubblätter sind grundständig, dünn.

Zwerg-Soldanelle

Augentrost

Die klar krautige Pflanze erreicht je nach Standort- und Bodenbedingungen Wuchshöhen zwischen 10 und 30 cm. Der gemeine Augentrost ist ein klassischer Halbschmarotzer, der sich durch Nährsalze und Wasser von den benachbarten Pflanzen, meistens Gräser, versorgt. Das Kraut verfügt hierfür über so genannte Saugwurzeln. Der Augentrost ist dennoch in der Lage selbständig Photosynthese zu betreiben und Nährstoffe zu assimilieren. Die Pflanze ist einjährig. Die kleinen, eher hellgrünen Blätter des Augentrosts sind elliptisch geformt und am Rand etwas gezackt. Die Unterseite der Blätter ist genau wie die Sprossachse der Pflanze kurz und dicht mit Drüsenhaaren besetzt, die besonders nachts aktiv sind. Die Blüten des gemeinen Augentrosts sind wohl das charakteristischste Merkmal der Pflanze. Die zwei lippige Blüte ist grundsätzlich weiß und verfügt in der Regel über violette Adern. Die unteren Blütenblätter zeigen einen auffallenden gelben Fleck auf. Die gesamte Zeichnung der Blüte ist mit etwas Phantasie wie ein Auge gezeichnet, was der Pflanze letztlich auch ihren Namen gegeben hat. Nach der Blüte bildet der Augentrost bis etwa Mitte Oktober flache Kapselfrüchte aus, die in zwei Klappen unterteilt sind. Jede Kapsel enthält mehrere Samen.

Der gemeine Augentrost, der in alten Büchern über Heilpflanzen manchmal auch Augenkraut oder Augustinus-Kraut genannt wird, ist eine altbewährtes Heilkraut. Wie es der Name schon erahnen lässt, wurde und wird der Augentrost bereits seit dem Mittelalter bei vielerlei Augenbeschwerden und Augenkrankheiten eingesetzt. Bei der Aussaat von Augentrost ist stets zu beachten, dass das Kraut ein Halbschmarotzer ist und auf andere Pflanzen, allem voran Gräser, angewiesen ist. Im eigenen Garten lässt sich Augentrost gut in Kombination mit bestehenden Grasflächen einarbeiten. In bestehende Grasschichten, müssen die Stellen vorher etwas aufgelockert werden. Auch ist es möglich, ein kleines Areal zu schaffen, wo einfache Grassorten zusammen mit dem Augentrost wachsen können. Eine Alternative ist zudem die Anpflanzung von Grassamen und Augentrostsamen in etwas größeren Schalen. Der gemeine Augentrost ist ein Lichtkeimer. Die Samen sollten daher nur leicht in den Boden eingedrückt und nicht eingearbeitet werden, da sonst die Keimung ausbleibt. Außerdem ist die Pflanze ein Kaltkeimer. Die beste Zeit zur Aussaat sind die mittleren Herbstmonate (Mitte Oktober bis Anfang November) oder die frühen Frühjahrsmonate (Ende März, Anfang April). Die Standortbedingungen des gemeinen Augentrosts müssen eher anspruchslos sein. Er wächst in der Natur auf Magerwiesen. Diese enthalten nur wenig Nährstoffe, sind meist sehr locker bis sandig und damit gut durchlässig. Für die Anpflanzung verwenden Sie am besten nur schwach gedüngte Blumenerde (z.B. Aufzuchterde). Diese sollten Sie zudem im Verhältnis 1:2 mit Sand oder falls möglich mit gröberen Bestandteilen wie Bims oder Lava (Körnung 1-3mm oder 2-6mm) mischen. Der Augentrost sowie die umgebenden Gräser sollten nicht gedüngt werden. Die Pflanze reagiert sehr sensibel auf ein Übermaß an Nährstoffen und stirbt bei zu viel Stress ab.

Quelle: http://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Augentrost.html

Familie: Sommer-Wurz-Gewächse (Orobanchaceae)

Lebensdauer: Juli-September

Vorkommen: Hochgebirgslagen zwischen 2.000 und 2.400 Metern

Verbreitung: Mitteleuropa, Westeuropa und in einigen Teilen von Südeuropa

Augentrost
Augentrost

Schwarzes Kohlröschen

Das Schwarze Kohlröschen ist ein KnollenGeophyt mit zweiteiligen bis fünf lappigen Knollen. Die sterile Pflanze ähnelt Grasbüscheln. Die Blüten duften nach Vanille; sie werden etwa von 50 verschiedenen Insekten besucht, besonders von Faltern; auf dem Monte Baldo wurden auch Hummeln als Besucher beobachtet. Da die Lippe aufwärts gerichtet ist, heften sich die Pollinienan der Rüsselunterseite der Bestäuber an. Bei einigen Kleinarten wurde Apomixis festgestellt. Die Früchte sind 3 bis 5 mm lange Kapselfrucht mit zahlreichen, nur 0,36 mm langen, feilspanförmigen Samen, die als Körnchenflieger ausgebreitet werden. Fruchtreife ist von September bis Oktober.

Der Blütenstand ist sehr dicht und anfangs kurz kegelförmig, später kugelig bis kugelig-eiförmig, selten etwas verlängert. Die Blüten sind klein und in der Regel schwarz-purpurn (seltener rosarot, reinweiß oder hellgelb). Sie duften intensiv nach Vanille. Die Tragblätter sind schmal-lanzettlich, zugespitzt mit zwei purpurroten Nerven. Sie sind ebenso lang oder unwesentlich länger als die Blüten.

Quelle: Wikipedia

Volksnamen: Männertreu oder Blutströpfchen-Kohlröschen.

Familie: Orchideen (Orchidaceae)

Lebensdauer: Fruchtreife ist von September bis Oktober

Vorkommen: ungenutzte Alpine Höhenlage

Verbreitung: Europa

Schwarzes Kohlröschen
Schwarzes Kohlröschen

Sticken für den inneren Frieden

Die Blütenwelt findet sich auch auf unseren Zierkissen wieder, welche durch ein liebevolles Projekt entstanden sind.

Flüchtlingsfrauen, die nach Österreich gekommen sind, kommen an einen Tisch, um gemeinsam Kissen zu besticken. Das Gemeinsame und Vertraute hat im Kontext von Flucht einen besonderen Stellenwert. Die Handarbeit bedeutet neben dem emotionalen Wert und der Freude über das Beitragen und Gelingen auch eine kleine Einkommensquelle. Der Verkaufserlös geht zu 100 % als Spende direkt an die Stickerinnen.

“Sticken für den inneren Frieden“ ist nicht in erster Linie ein Sozialprojekt. Und genau das macht es so gut und authentisch. Für Heidi Sutterlüty-Kathan und Beatrix Rettenbacher vom Innsbrucker Gestaltungsbüro Weiberwirtschaft war der Impuls für das Projekt im Sommer 2016 vielmehr die Suche nach neuen, interessanten Stickstilen und Motiven zur Bereicherung  der eigenen Arbeit. Unter dem Titel „Text und Textiles“ produziert das Büro seit vielen Jahre Shirts mit ironisch-kritischer Beschriftung. Im Flüchtlingsheim Reichenau bekamen sie die  Möglichkeit, Frauen zum gemeinsamen Sticken zu animieren und förderten wahre Schätze aus deren unterschiedlichen kulturellen Traditionen zu Tage. Es ist zeitgenössisches Kulturschaffen mit gestalterischem Anspruch, was die zehn bis 20 Frauen seitdem einmal im Monat tun. „Für uns ist jedes Stück ein künstlerisches Produkt, über das wir uns zum Schluss auch ästhetisch freuen wollen“, sagt Sutterlüty-Kathan. Alles andere kommt sozusagen hintenrum dazu: das gemeinsame Schaffen eines Werks, wertschätzende, oft auch fröhliche  Gespräche unter Frauen, die alle hier „fremd“ sind, die Möglichkeit, kurz den Flüchtlingsalltag zu vergessen und eigene Fähigkeiten weiterzugeben.

Ein Stück Frieden für zu Hause

  • unsere handbestickten Kissen sind in unserem Sonnenburg-Shop erhältlich

ab € 100,-

Zierkissen mit der Oberlecher Flora
Flüchtlingsfrauen beim Besticken der Zierkissen