Österreichische Pflanzenvielfalt

in Ihrem Zimmer

Sonnenburg Tapete

Wo Kunst und Fauna zueinander finden

Die Tapete, die sich in den Zimmern der Sonnenburg finden lässt, wurde eigens für die Sonnenburg kreiert. Wenn Sie genau hinsehen, entdecken Sie darauf die Fauna Oberlechs. Zwölf verschiedene Pflanzen, wunderschön illustriert und im Sommer so auf unseren Wiesen zu finden.

Aber nicht nur die Blütenwelt Oberlechs ist hier zu erkennen, auch Familie Hoch findet sich im Design wieder. Denn die Tapete zeigt drei Blumen, die für drei Generationen von Frauen der Familie Hoch stehen: Das Gänseblümchen, Daisy, ist der Künstlerin Daisy Hoch gewidmet. Die Alpenrose steht für Rosa, die Tochter von Waltraud und Gregor Hoch. Eine Blume, die unsere Tapeten ziert, sich aber in keinem Buch und auf keiner Wiese findet ist Fee’s Fantasieblume. Die Tochter von Daisy und Klaus Hochs, Felicitas hat diese selbst entworfen und bis heute kennt nur sie allein die zauberhafte Geschichte zu dieser Fantasieblume.

Die extra für uns gestalten Blumen haben auch Ihren Weg auf unsere Zierkissen geschafft.

Jede der Blumen hat etwas zu erzählen:

Gänseblümchen

Daisy

Das Gänseblümchen hat viele Namen Maßliebchen, Tausendschön, Monatsröserl und Daisy sind nur ein paar davon. Sie zählt zu den bekanntesten Pflanzenarten Mitteleuropas, denn es gibt sie auf fast jeder Wiese.

Der Name „Gänseblümchen“, der seit dem 16. Jahrhundert bezeugt ist, rührt wohl von der weißen Farbe her, die mit den weißen Gänsen in Verbindung gebracht wird.

Haben Sie schon mal ein Gänseblümchen gekostet? Am besten schmecken die jungen Blättchen aus dem Inneren der Rosette. Auch die Blüten sind essbar. Die Knospen sowie die nur halb geöffneten Blüten schmecken angenehm nussartig, die geöffneten Blüten dagegen leicht bitter, wodurch sie sich vorrangig als Salatbeigabe eignen. Sauer eingelegt werden Knospen manchmal als Kapern­ersatz verwendet. Eine heilende Wirkung wird dem Gänseblümchen ebenfalls zugeschrieben. Probieren Sie doch einfach einmal!

Es rankt sich auch der ein oder andere Aberglaube um das Gänseblümchen. Es heißt zum Beispiel, wer die ersten drei Gänseblümchen im Frühjahr esse, werde das restliche Jahr von Zahnschmerzen, Augenbeschwerden und Fieber verschont.

Gewöhnliches Hirtentäschel

Das Gewöhnliche Hirtentäschel wird auch Hirtentäschelkraut genannt und hat seinen Namen von der Optik der Schötchen der Pflanze, diese erinnern and die Taschen früherer Hirten.

Die waagerecht abstehenden Frucht-Täschchen nutzten unsere Vorfahren früher für Liebesorakel. Sie pflückten sie ab mit dem bekannten Abzählspruch: „Er liebt mich von Herzen, mit Schmerzen, ein wenig, fast gar nicht…“

Auch diese Blume lässt sich genießen. Die jungen Blattrosetten eignen sich vor der Blüte für Salat, Gemüse und Kräuterquark. Sie sind würzig-scharf und schmecken nach Kresse und Meerrettich. Nach der Blüte werden sie etwas bitter. Blüten und grüne Samentaschen sind leicht scharf. Auch die dünne Pfahlwurzel können Sie kosten, solange sie noch zart ist, schmeckt sie etwas nach Ingwer.

Kamille

Kamille oder auch Apfelkraut, Weiße Blume, Meydeblumen ist eine Heilpflanze die vor allem zu Entzündungshemmung verwendet.

Die Kamillenblüten haben einen angenehmen Duft und der aus der Kamille gewonnene Tee ist einer der weit verbeitesten Tees.

 

Die Kraft das Weh im Leib zu stillen, verlieh der Schöpfer den Kamillen.
Sie blühn und warten unverzagt, auf jemand, den das Bauchweh plagt.
Der Mensch jedoch in seiner Pein glaubt nicht an das, was allgemein zu haben ist.
Er schreit nach Pillen. Verschont mich, sagt er mit den Kamillen, um Gotteswillen.

Karl-Heinz Waggerl

 

Schlüsselblume

Die Schlüsselblume ist auch bekannt als Wiesen-Primel oder Himmelsschlüssel. Ihre Namensherkunft ist ein bisschen umstritten, denn es gibt mehrere Geschichten: die Ähnlichkeit mit einem Schlüssel, wobei die Blüten selbst den Schlüsselbart und der Stängel das Schlüsselrohr darstellen ist eine Möglichkeit. Die Ähnlichkeit der Blütendolde mit einem Schlüsselbund, wobei die einzelnen Blüten wohl die Schlüssel darstellen eine andere. Die Bezeichnung Himmelsschlüssel steht wohl im Zusammenhang mit Petrus und dessen Schlüssel zum Himmelreich. Dem heiligen Petrus sei aus Versehen der Himmelsschlüssel aus der Hand und zur Erde gefallen, wo sein Abdruck die Schlüsselblumen spießen ließ. Sie können selbst entscheiden welche Geschichte Ihnen am besten gefällt.

Der Schlüsselblume werden ebenfalls Heilkräfte zugesprochen. Vor allem auf die Verwendung gegen Gicht, Schmerzen, Schlaganfall und insbesondere dessen Lähmungsfolgen sowie als Wund- und Schönheitsmittel sind wohl dokumentiert

 

Arnika

Die Arnika wird auch Bergwohlverleih genannt, steht unter Naturschutz und gilt als Giftpflanze.

Die wohl früheste Erwähnung der Arnika als Heilpflanze findet sich bei Hildegard von Bingen. Bei der von ihr als „Wolfsgelegena“ bezeichneten Pflanze könnte es sich um die Arnika handeln. Ab dem 18. Jahrhundert wurde Arnika tatsächlich bei Beschwerden und Krankheiten eingesetzt. Das Anwendungsspektrum war weit gefächert, neben Blutergüssen und allgemeinen Verletzungen wurden auch Krampfadern, Venenentzündungen, Gicht und Rheuma behandelt. Heutzutage wird Arnika zur äußeren Anwendung bei Verletzungen und bei rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden verwendet.

 

Enzian

Ja, ja, so blau, blau, blau blüht der Enzian,
Wenn beim Alpenglühn wir uns wiedersehn.

Heino

 

Der Enzian blüht allerdings nicht nur blau, es gibt beispielsweise auch gelben Enzian.

Weltweit gibt es fast 400 verschiedene Arten Enzian und diese gedeihen vorwiegend in Gebirgen. Einige Arten werden zur Schnapsherstellung und zur Gewinnung von Heilmitteln genutzt, wenige Arten und Sorten verwendet man als Zierpflanzen.

Wiesenklee

Wiesenklee oder auch Rotklee ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch lecker.

Die Blüten haben einen süßlichen Geschmack, der Geschmack der Blätter erinnert eher an Erbsen oder Feldsalat. Im Frühjahr können die jungen Blätter und Triebe in Kräutermischungen für Suppen, Salate, Gemüsegerichte, Kräuterquark oder Ähnliches verwendet werden. Im Sommer kann man die Blüten des Wiesenklees über Salate streuen oder in Teig ausbacken.

Schon mal versucht?

Alpen-Frauenmantel

Alpen-Frauenmantel, Alpen-Silbermantel, Bergfrauenmantel, Silberkraut, Silbermänteli oder auch Nimm mir Nichts ist eine Heilpflanze.

Wegen der Ähnlichkeit der Blätter mit einem Frauenmantel wurden sie schon früh in der Frauenheilkunde verwendet und sind dafür nach wie vor bewährt. Im Mittelalter glaubte man sogar, dass ein Bad in Frauenmanteltee
verloren gegangene Jungfräulichkeit wieder herstellen könne. Auch in vielen weiteren Bereichen zeigen sich positive Wirkungen.

In Island ist die Pflanze bis heute eine heilige Pflanze.

Rostblättrige Alpenrose

Die Rostblättrige Alpenrose, auch Rostrote Alpenrose oder Rostroter Almrausch genannt wird im Alpenraum auch Almrose genannt.

Die Almrose ist giftig, sowohl für Tiere als auch für Menschen. Bereits ein Blatt kann Vergiftungserscheinungen verursachen. Also am besten einfach nicht kosten!

Früher einmal ging der Glaube um, dass diejenigen, welche die Blüten mit sich tragen, vom Blitz erschlagen werden könnten.

 

Zwerg-Alpenglöckchen

Die Gattung der Alpenglöckchen, auch Soldanellen bzw. Eisglöckchen oder Troddelblumen genannt, sind in den europäischen Gebirgen mit 6 Arten heimisch. Sie alle stehen unter Naturschutz.
Diese elfenhaften, kleinen Pflanzen besitzen eine unwahrscheinliche Energie: Als eine der wenigen in den Alpen entstandenen Pflanzenarten (viele der für uns typischen Alpenpflanzen sind von weither zugewandert) entfalten sie seit 60 Millionen Jahren, sobald Eis und Schnee ein Fleckchen Erde freigeben, über ihren immergrünen, rundlich-herzförmigen Blättern ihre zarten gefransten Glöckchen . An lange mit Schnee bedeckten Standorten schmilzt sich die Blüte oft schon durch die dünne Schneedecke hindurch: ein unglaublicher Kontrast zwischen Unwirtlichkeit und blühendem Optimismus.

Augentrost

Augentrost bekam seinen Namen aufgrund seiner Wirkung bei Augenleiden. Der Augentrost eignete sich besonders zur Behandlung von Augenerkrankungen der „Phlegmatiker“ und der an Alterssehschwäche Leidenden.

Auch heute wird Augentrost in der Homöopathie verwendet, zum Beispiel bei Entzündungen im Auge oder im Bereich der Augenlider und bei Reizungen der Augen als Folge einer allergischen Reaktion.

Die Pflanze trägt viele Namen: Augendank, Augustinuskraut, Gibinix, Grummetblume, Herbstblümle, Heuschelm, Milchschelen oder Wegleuchte sowie Adhil.

 

Österreichisches Kohlröschen

Das Österreichische Kohlröschen gehört zur Familie der Orchideen. Große Bekanntheit erlangte die Blume durch den intensiven Vanillegeruch und dieser spiegelt sich in ihren vielen Volksnamen wider, z. B. Schwärzlein, Brändele, Brunelle, Blutrösli, Blutströpfli, Mohrenköpfli, Schokoladenblümli, Vanilleblümli.

Seinen Namen hat diese Blume von seiner vermuteten Heimat, nämlich Österreich. Hier ist das Kohlröschen weit verbreitet und wächst fast in jedem Bundesland.

Ein Berg voller Familie

Hier entstehen Familienmomente und –erinnerungen.

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